Aufzucht

Prägung - Habituation - Sozialisierung

 

🌿 Aufzucht & Prägung

Wir legen großen Wert darauf, unsere Welpen während der Aufzuchtzeit altersgerecht und behutsam zu prägen. In den ersten Lebenswochen sammeln sie vielfältige Eindrücke, die sie auf ihr späteres Leben vorbereiten.
 

Early Neurological Stimulation (ENS)

Die Early Neurological Stimulation (ENS) ist ein Programm, das in den ersten Lebenstagen der Welpen angewendet wird. Sie findet in einem sehr frühen Entwicklungsstadium statt, in dem Augen und Ohren in der Regel noch geschlossen sind. ENS besteht aus kurzen, gezielten Reizen, die einzeln und behutsam durchgeführt werden. Ziel ist es, den Welpen in dieser sensiblen Phase kontrollierte, sehr kurze Impulse zu ermöglichen, ohne Stress zu erzeugen oder sie zu überfordern. Diese Maßnahmen ersetzen keine spätere Prägung oder Erziehung, sondern stellen einen ergänzenden Baustein innerhalb der frühen Entwicklungsbegleitung dar. Die weitere Entwicklung eines Hundes wird von vielen Faktoren beeinflusst und bleibt individuell.

Weitere Informationen zur praktischen Umsetzung von ENS findet ihr weiter unten.
 

Umweltreize & Erfahrungsangebote

Im weiteren Verlauf der Aufzucht lernen die Welpen verschiedene Untergründe kennen, darunter unter anderem Gitter, Holzfliesen, Steinfliesen sowie eine Autorampe. Zusätzlich stehen ihnen unterschiedliche Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten zur Verfügung, wie beispielsweise ein Tunnel, ein Bällebad, ein Wackelbrett, ein Welpenwürfel sowie orthopädische Strukturmatten und altersgerechtes Spielzeug.

Zu den Fütterungszeiten wird bei uns mit einer Büffelhornpfeife gepfiffen, sodass die Welpen dieses akustische Signal frühzeitig kennenlernen können.
 

Alltag & Sozialisation

Die Aufzucht findet sowohl im Haus als auch im Garten statt. Dabei kommen die Welpen ganz selbstverständlich mit alltäglichen Umweltreizen und Geräuschen in Kontakt, wie etwa dem Fernseher, dem Staubsauger, dem Rasenmäher und weiteren Alltagsgeräuschen. Zu unserem Haushalt gehören außerdem Katzen, die in den gemeinsamen Alltag integriert sind.

 

Als Züchter können wir wichtige Grundlagen legen und erste Erfahrungen ermöglichen. Die weitere Vertiefung dieser Eindrücke liegt in der Verantwortung der zukünftigen Besitzer. Jeder Welpe entwickelt sich individuell – manche lernen schneller, andere benötigen mehr Zeit. Hunde sind Lebewesen mit eigener Persönlichkeit, und genau das macht sie so besonders.
 

Impressionen 

🧠 Early Neurological Stimulation (ENS)

Frühzeitige neurologische Stimulation beim Welpen

 

Die ersten Lebenstage eines Welpen sind von sensiblen Entwicklungsprozessen geprägt. In dieser sehr frühen Phase reagieren Welpen noch ausschließlich instinktiv auf ihre Umwelt und sind besonders empfänglich für behutsame Reize.

Die Early Neurological Stimulation (ENS) ist eine Methode, die in diesem Zeitraum eingesetzt werden kann, um die Welpen durch kurze, kontrollierte Impulse in ihrer frühen Entwicklung zu begleiten.

 

Im Rahmen der frühen Entwicklungsbegleitung werden mit den einzelnen Welpen im Alter vom etwa 3. bis zum 16. Lebenstag kurze, gezielte Übungen durchgeführt. In dieser Zeit befinden sich die Welpen in der sogenannten vegetativen Phase, in der Augen und Ohren in der Regel noch geschlossen sind.
 

Die Methode der Early Neurological Stimulation (ENS) wurde ursprünglich im Rahmen der amerikanischen Militärhundezucht entwickelt. Grundlage dieses Programms ist die Annahme, dass die Entwicklung eines Hundes von mehreren Faktoren beeinflusst wird, darunter genetische Veranlagung, Umwelt, Ernährung, Erziehung und Führung. In diesem Zusammenhang wurden über viele Jahre unter anderem taktile und thermische Reize bei Welpen untersucht.

 

ENS zielt darauf ab, dem Welpen in einer sehr frühen Entwicklungsphase kurze, kontrollierte Reize zu ermöglichen. Diese Reize sollen das neurologische System ansprechen, ohne Stress oder Überforderung zu verursachen. Die Maßnahmen ersetzen keine spätere Prägung oder Erziehung, sondern stellen einen ergänzenden Baustein innerhalb der frühen Entwicklungsbegleitung dar.

 

Durchführung der ENS-Übungen

Die Übungen werden einmal täglich durchgeführt und dauern jeweils nur wenige Sekunden (ca. 3–5 Sekunden). Dabei werden folgende fünf Reize angewendet:


 

  1. Taststimulation
    Der Welpe wird in einer Hand gehalten. Mit einem Wattestäbchen wird sanft der Bereich zwischen den Zehen einer beliebigen Pfote stimuliert.
  2. Aufrechte Kopfhaltung
    Der Welpe wird mit beiden Händen senkrecht zum Boden gehalten, der Kopf zeigt nach oben, die Rute nach unten.
  3. Kopf nach unten
    Der Welpe wird mit beiden Händen so gehalten, dass der Kopf nach unten zeigt, senkrecht zum Boden.
  4. Rückenlage
    Der Welpe wird so gehalten, dass sein Rücken auf den Handflächen liegt und die Schnauze nach oben zeigt. Der Welpe darf dabei ruhig liegen oder sich bewegen.
  5. Thermostimulation
    Der Welpe wird mit allen Pfoten auf ein feuchtes Handtuch gesetzt, das zuvor einige Minuten im Kühlschrank gekühlt wurde. Der Welpe darf sich dabei frei bewegen und wird nicht fixiert.


 

Einordnung und Erfahrung
 

Diese Reize stellen eine Form der neurologischen Stimulation dar, die in diesem frühen Lebensabschnitt normalerweise nicht vorkommt. Erfahrungen aus der Zuchtpraxis zeigen, dass Welpen unterschiedlich auf diese Übungen reagieren. Während sich einige Welpen zunächst zurückhaltend zeigen, reagieren andere weitgehend gelassen.

 

ENS kann als ein möglicher Baustein innerhalb der frühen Entwicklungsbegleitung betrachtet werden. Welche Auswirkungen sich im späteren Leben zeigen, ist individuell verschieden und von vielen weiteren Faktoren abhängig. Die Entwicklung eines Hundes bleibt stets ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umwelt, Erziehung und individuellen Erfahrungen.

 

Die Early Neurological Stimulation stellt keinen Ersatz für eine liebevolle Aufzucht, spätere Prägung oder Erziehung dar, sondern kann als ergänzender Baustein innerhalb der frühen Entwicklungsbegleitung verstanden werden. Jeder Welpe entwickelt sich individuell und bringt seine eigenen Voraussetzungen mit.

Unser Ziel ist es, die Welpen in dieser sensiblen Phase aufmerksam, verantwortungsvoll und ohne Überforderung zu begleiten und ihnen einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen.

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