Der Weiße Schweizer Schäferhund (Berger Blanc Suisse) ist eine von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannte Hunderasse und wird in Deutschland unter dem Dach des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) gezüchtet.
Wesen, Charakter und Vielseitigkeit des Weißen Schweizer Schäferhundes
Aus unserer Erfahrung ist der Weiße Schweizer Schäferhund weit mehr als ein schöner, weißer Begleiter.
Ein Allrounder im Alltag und im Hundesport
Ob Familienalltag, Hundesport, Nasenarbeit, Begleithundearbeit oder einfach ein aktives gemeinsames Leben –
der Weiße Schweizer Schäferhund ist für viele Aufgaben geeignet.
Er bringt
• Ausdauer
• Konzentrationsfähigkeit
• Freude an gemeinsamer Aktivität
• eine ausgeprägte Kooperationsbereitschaft mit.
Er ist kein Spezialist für nur eine Sparte, sondern ein vielseitiger Partner.
Wir selbst waren mit unseren Weißen Schweizer Schäferhunden in vielen Bereichen aktiv – im Mantrailing, in der Rettungshundestaffel (Flächensuche), im Gebrauchshundesport, im Turnierhundesport, Agility, Rally Obedience, Obedience sowie Hoopers.
Diese Vielseitigkeit erleben wir immer wieder:
Der Weiße Schweizer Schäferhund bringt die Bereitschaft mit, sich einzubringen, mitzuarbeiten und gemeinsam zu wachsen.
Auch unsere Nachzucht zeigt diese Bandbreite:
Einige Hunde befinden sich in der Ausbildung zum Rettungshund, andere arbeiten als Lesehund, Schulhund oder Therapiehund. Viele sind geschätzte Familienhunde – fest integriert und verantwortungsvoll begleitet.
Charakter und Wesen des Weißen Schweizer Schäferhundes (Berger Blanc Suisse)
Der Weiße Schweizer Schäferhund ist aufmerksam und nimmt seine Umgebung bewusst wahr. Er ist ein aktiver, klarer und eng am Menschen orientierter Hund, der die Zusammenarbeit sucht und Aufgaben liebt.
Was ein Weißer Schweizer Schäferhund nicht ist
Der Weiße Schweizer Schäferhund ist
• kein Hund für Menschen, die keine Zeit investieren möchten
• kein Hund, der nur „funktionieren“ soll
• kein Hofhund
• kein Hund für eine Außen- oder Zwingerhaltung
Er ist ein enger Begleiter seiner Menschen und sucht bewusst ihre Nähe.
Sein Platz ist im Haus und im gemeinsamen Alltag – nicht in einer separaten Haltung außerhalb des familiären Lebens.
Für uns ist der Weiße Schweizer Schäferhund kein Hund „für nebenbei“.
Oft wird er als „sensibel“ beschrieben; wir erleben ihn vielmehr als empathisch, stark menschenbezogen und feinfühlig im Umgang mit seiner Familie und seiner Umwelt.
Rückblick auf die Entwicklung der Rasse
Die Geschichte des Weißen Schweizer Schäferhundes ist eng mit der Entwicklung des Deutschen Schäferhundes verbunden. Der Großvater von Horand von Grafrath, dem Begründer der Rasse des Deutschen Schäferhundes, war der weiße Schäferhund Greif. Somit war die weiße Fellfarbe von Beginn an Teil der Zuchtbasis.
Im Jahr 1933 wurde in Deutschland beschlossen, weiße Schäferhunde nicht mehr zur Zucht zuzulassen – eine Entscheidung, der auch Max von Stephanitz zustimmte. In der Folge verschwand der weiße Schäferhund weitgehend aus Europa.
In den USA und Kanada hingegen wurden weiße Schäferhunde weiterhin gezüchtet und registriert. Durch diese Linien blieb das weiße Erbgut erhalten. Mit dem Rüden Lobo White Burch kehrte der Weiße Schäferhund Anfang der 1970er Jahre nach Europa zurück. Seine Besitzerin Agatha Burch begann gemeinsam mit der Importhündin White Lilac of Blinkbonny erneut mit der Zucht.
In den 1980er Jahren gelangten durch den Import weiterer Hunde aus Nordamerika wieder weiße Schäferhunde nach Deutschland, wodurch eine neue Zuchtbasis geschaffen wurde.
1991 erkannte die Schweizerische Kynologische Gesellschaft die Rasse auf nationaler Ebene an. Mit der Schweiz als standardführendem Land erfolgte am 4. Juli 2011 die endgültige internationale Anerkennung durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI). Seitdem trägt die Rasse offiziell die Bezeichnung Berger Blanc Suisse (Weißer Schweizer Schäferhund).
ℹ️ Hinweis zur Quelle
Die inhaltliche Grundlage dieser Beschreibung orientiert sich an Informationen unseres Rassezuchtvereins sowie an den Vorgaben des FCI-Rassestandards.

Weißer Schäferhund in Nordamerika – 1970er Jahre
Weitere Informationen zum Rassestandard des Weißen Schweizer Schäferhundes finden Sie im hier:


